Stand: Januar 2026
Die Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg: aktueller Fortschritt und Wiedereröffnung
Die Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg hat im Januar 2026 einen sichtbaren neuen Fortschritt gemacht: Die statische Sicherung des Großen Saals begann, gut fünfeinhalb Jahre nach dessen Sperrung. Diese Seite dokumentiert den aktuellen Stand und wird bei jedem neuen Baufortschritt aktualisiert. Den Fortschritt der Sanierung zu dokumentieren heißt vor allem, die einzelnen Etappen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Fortschritt der Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg: die Sicherungsarbeiten seit Januar 2026
Das Bauunternehmen Züblin stabilisiert den Großen Saal seit Januar 2026 Träger für Träger, beginnend von der Bühne aus, unterstützt von einem externen Mobilkran. Angesetzt waren die Arbeiten nach der Ankündigung vom Januar bis zum Frühjahr 2026. Bauleiter vor Ort ist Alexander von Sturm.
Auf städtischer Seite begleiten Rainer Mertesacker und Uwe Härtel vom Gebäudemanagement sowie Kerim Abulzahab und Alexander Dick von der Wirtschaftsförderung die Sicherung. Ihre Aufgabe ist es, die Sicherungsarbeiten mit der anschließenden Sanierungsplanung zu verzahnen.
Die Träger-für-Träger-Methode wurde gewählt, weil sich die Schäden an den Spannstählen nicht gleichmäßig über die gesamte Dachkonstruktion verteilen. Statt eines großflächigen Gerüsts sichert der Mobilkran das Dach Abschnitt für Abschnitt, sodass die verbliebene Resttragfähigkeit an keiner Stelle unkontrolliert überlastet wird.
Wie es zur aktuellen Sanierung kam
Nach der Sperrung 2020 legte ein Gutachten 2022 die Schadensursache offen: fehlerhafte Bohrarbeiten der 1990er-Jahre hatten die Spannstähle im Dach beschädigt. Im Mai 2024 nahm ein Projektbeirat unter Vorsitz von Hillevi Burmester die Arbeit auf; das Kölner Büro V-Architekten wurde als Planer bestätigt.
Im April 2025 stellte Projektleiter Rainer Mertesacker bei einer Bürgerinformationsveranstaltung im Trinkpavillon den Sachstand vor – organisiert vom Verein Bürger.Bad.Godesberg, mit Berichterstattung des WDR. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits fünf Entwurfsvarianten für die künftige Nutzung vor.
Diese fünf Entwurfsvarianten unterscheiden sich vor allem darin, wie viel vom historischen Baubestand jeweils erhalten bleibt und wie der spätere Betrieb aus Tagungszentrum und Restaurant zueinander zugeschnitten wird. Eine öffentlich kommunizierte Vorentscheidung zwischen den Varianten steht noch aus.
Der Projektbeirat bündelt seit 2024 Vertreter der Stadtverwaltung, der Politik und der Zivilgesellschaft in einem gemeinsamen Gremium. Ziel ist es, die technische Planung durch V-Architekten eng mit den politischen Entscheidungen im Stadtrat und den Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zu verzahnen, statt beides getrennt laufen zu lassen.
Warum die Sicherung zuerst kommt
Die aktuelle Sicherungsphase ist bewusst von der eigentlichen Sanierungsplanung getrennt: Sie soll den Großen Saal so weit stabilisieren, dass von ihm keine akute Gefahr mehr ausgeht, während die politische Entscheidung über das weitere Vorgehen noch aussteht. Ohne diesen Zwischenschritt hätte der Zustand des Dachs die Planungsphase selbst gefährdet.
Der weitere Zeitplan bis zur Wiedereröffnung 2031
Nach der Sicherungsphase war die politische Entscheidung über das weitere Vorgehen für das Frühjahr 2026 angekündigt. Der im Januar 2026 kommunizierte Zeitplan sah anschließend die Entwurfsplanung bis Mitte 2026 vor, gefolgt von der Genehmigungsplanung bis Jahresende. Die Ausführungsplanung war darin für Sommer 2027 vorgesehen, Ausschreibung und Vergabe für das Jahresende 2027.
Der eigentliche Baubeginn ist für 2028 geplant, die Wiedereröffnung für 2031. Die Stadthalle soll dann als zeitgemäßes Tagungs- und Veranstaltungszentrum mit angegliedertem Restaurant wieder in Betrieb gehen – bei laufender Abstimmung mit dem Denkmalschutz, da der geschützte Baukörper erhalten bleiben soll.
Zwischen der aktuellen Sicherungsphase und dem geplanten Baubeginn 2028 liegen damit noch rund zwei Jahre reine Planungs- und Genehmigungsarbeit – ein Zeitraum, der bei Sanierungen denkmalgeschützter Großbauten dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich ist, aber die Wiedereröffnung 2031 erst am Ende eines langen Verfahrens stehen lässt.
Was diese Seite dokumentiert – und was nicht
Diese Seite fasst öffentlich zugängliche Angaben der Stadt Bonn, der beteiligten Regionalmedien und des Projektbeirats zusammen. Sie ersetzt keine amtliche Verlautbarung und keine Bauakte – für rechtsverbindliche Auskünfte ist die Stadtverwaltung Bonn die zuständige Stelle. Die Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg selbst bleibt dabei durchgehend Sache der Stadt Bonn und der von ihr beauftragten Fachplaner.
Aktualisiert wird die Seite, sobald neue öffentlich kommunizierte Etappen erreicht sind – etwa die für Frühjahr 2026 angekündigte politische Entscheidung oder der Abschluss der Entwurfsplanung. Bis dahin bildet der Stand vom Januar 2026 die Grundlage der hier dargestellten Zeitleiste.
Für den Fortschritt der Sanierung bedeutet das: Wer regelmäßig nachschaut, findet hier den jeweils aktuellen Stand, ohne einzelne Pressemitteilungen selbst zusammensuchen zu müssen. Die Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg bleibt damit über die gesamte Bauzeit an einer Stelle nachvollziehbar.
Die Sanierungskosten haben sich seit der ersten Schätzung erheblich erhöht: Die Stadt Bonn beziffert sie inzwischen auf rund 138 Millionen Euro (Stand Mai 2026). Die vollständige Kostenentwicklung von rund 63 Millionen Euro an steht auf der Seite Kosten & Finanzierung.
Die Vorgeschichte der Debatte, ob die Stadthalle erhalten oder abgerissen werden sollte, ist auf der Seite zur Abriss-Debatte dokumentiert.
Häufige Fragen
Was ist der aktuelle Stand der Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg?
Seit Januar 2026 läuft die statische Sicherung des Großen Saals. Eine politische Entscheidung über das weitere Vorgehen wurde für das Frühjahr 2026 angekündigt.
Wann soll die Stadthalle Bad Godesberg wieder eröffnen?
Nach aktueller Planung soll der Bau 2028 beginnen, die Wiedereröffnung ist für 2031 vorgesehen.
Was wird nach der Sanierung aus der Stadthalle Bad Godesberg?
Geplant ist ein zeitgemäßes Tagungs- und Veranstaltungszentrum mit angegliedertem Restaurant im denkmalgeschützten Baukörper.